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  • Barbara

Was hilft wirklich gegen Zecken?

Es geht wieder los. Kaum werden die Tage etwas wärmer, beißen sie wieder zu. ZECKEN!

Es gibt kaum ein Insekt, das mir so zuwider ist; wie diese kleinen Krabbeltiere, die sich mit Blut zu einer ekelhaften Kugel aufplustern.

Diese Zecke hat ausreichend gespeist


Ich hasse auch Spinnen, aber die sind wenigstens nützlich. Wofür aber sind Zecken nützlich? Eigentlich hat in der Natur jedes Lebewesen einen Sinn. Sei es innerhalb der Nahrungskette, sei es, um Schädlinge und Nützlinge im Gleichgewicht zu halten oder sei es aus sonst einem sinnvollen, ökologischen Grund. Aber selbst als Futter taugen Zecken nichts. Übertragen nur Krankheiten. Und als Hundehalter habt Ihr das bestimmt schon erlebt. Ihr lauft zu Hause gemütlich durch die Wohnung und plötzlich tretet ihr auf was Glibberiges. Ist das nicht widerlich, wenn ihr dann eine zermatschte Zecke unter dem Fuß seht, die Ihr beim Absuchen Eures Hundes übersehen habt?

Denn Absuchen solltet Ihr Eure Hunde ab jetzt nach jedem Spaziergang. Zecken sind am wenigsten gefährlich, wenn sie noch nicht gebissen haben.


Besonders nach einem Spaziergang in Wald und Wiese solltest Du Deinen Hund gründlich absuchen.


Jeder Hund kann von den Biestern befallen werden. Tendenziell sind Rassen mit kurzen Haaren weniger anfällig. Weil Zecken sich gerne verstecken, um sich in Ruhe festbeißen zu können. Und bei längerem und dichterem Fell haben sie da mehr Möglichkeiten. Um sich mit dem Blut vollsaugen zu können, benötigen Zecken einige Stunden, je länger sie saugen, desto größer ist die Gefahr der Übertragung von Krankheiten.

Und Dein Hund kann sich nicht gegen die Plagegeister schützen, das ist Deine Aufgabe und Verantwortung.


Was haben wir also zur Vorbeugung für Mittel?

Knoblauch / Zwiebeln: Sind für Hunde giftig, aber nur ab einer gewissen Menge, in kleinsten Mengen aber ist es unschädlich und soll gegen die Blutsauger helfen. Auch gegen Würmer. Wissenschaftliche Studien darüber habe ich aber noch nicht gefunden, womit für mich die Wirkung fraglich ist. Und: wenn ich meinem Hund in kleinsten Mengen „Gift“ zufüge, dann kann ich auch nicht gegen die chemische Keule vom Tierarzt argumentieren, da wird ja auch in „kleinster“ Menge Gift gegeben, das Parasiten tötet, dem Hund aber nicht schaden soll.


Dieses Exemplar wartet noch auf sein Opfer


Bernsteinketten: Ja, was soll ich sagen, Bernstein – nur unbearbeiteter, echter Bernstein – soll aufgrund seines Harzduftes und der elektrostatischen Aufladung gegen Zecken helfen. Ich habe damit keine Erfahrungen gemacht, aber es wird immer wieder heiß in diversen Hundegruppen diskutiert. Für mich ist das auch ein wenig so wie die Diskussion um Edelsteintherapien für Menschen. Man muss daran glauben – ich glaube nicht! Wenn von Euch jemand wirklich positive Erfahrungen damit gemacht hat, wäre ich über Infos in den Kommentaren sehr dankbar.


Homöopathische Mittel: Homöopathische Mittel als Prophylaxe einzusetzten, widerspricht dem Prinzip der Homöopathie: Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt (geheilt, nicht vorgebeugt!).


Ätherische Öle: Ätherische Öle weisen unbestritten Wirkungen auf. Zecken werden unter anderem durch Düfte (Buttersäure) angezogen oder eben auch abgewehrt. Nur reagieren viele Hunde mit Hautausschlag auf diese Öle, auch stumpfes Fell kann eine Folge sein.


Kokosöl: Dieses Öl enthält einen sehr hohen Anteil an Laurinsäure auf. Diese hat tatsächlich eine abschreckende Wirkung auf Zecken. Ich habe viele Freunde, die mit Kokosöl sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Man reibt das Hundefell mit Kokosöl ein und der dadurch entstehende Schutz soll rund 6 Stunden anhalten. Und da ist auch schon mein Problem damit, sobald ich meine Hände mit dem Öl beschmiert habe und auf Anna zugehe, nimmt mein Hund Reißaus. Sie hasst das Zeug und ich habe keine Möglichkeit, es ihr ins Fell zu schmieren. Der Versuch hat bei uns zu Hause schon einige lustige Situationen hervorgerufen, bei den mein Man vor Lachen fast auf dem Boden lag.


Zeckenhalsbänder: Früher habe ich viel mit Zeckenhalsbändern gearbeitet. Die Wirkung war sehr gut. Jetzt möchte ich das nicht mehr. Bei den Halsbändern wird ein Insektizid langsam an die Haut des Hundes abgegeben und verteilt sich dann im ganzen Hund. Die Wirkstoffe sind Nervengifte, das möchte ich meiner Anna nicht antun.


Spot-on: ist wie die Halsbänder, verwende ich nur, wenn ich sehr schnell eine Wirkung haben muss. Das war letztens bei uns der Fall, als meine Katze hochallergisch auf Flohbisse reagierte, und ich schnell eine Wirkung brauchte, in diesem Fall also keine Vorbeugung.


Tabletten: Auch hier sind die Wirkstoffe Insektizide. Also für mich auch nichts.


Das Mittel meiner Wahl:

Schwarzkümmelpresskuchen. Wurde mir vor 3 Jahren in meinem Barf-Shop empfohlen. Als Abwehr gegen Zecken. Aber nicht nur gegen Zecken ist das Zeug gut.

Schwarzkümmel besitzt eine keimtötende Wirkung und schützt vor dem Befall mit Bakterien und Pilzen. Außerdem wirkt der Schwarzkümmel magenstärkend, darmreinigend und entfaltet seine antimikrobielle Wirkung auch im Darm. Schwarzkümmel kann somit bei Mensch und Tier vor gefährlichen Lebensmittelvergiftungen, Koliken und Durchfällen schützen. Eine vorbeugende Anwendung von Schwarzkümmel ist möglich.

  • wirkt keimtötend

  • gegen Bakterien und Pilze

  • wirkt magenstärkend

  • wirkt darmreinigend

  • wirkt antimikrobiell

  • zum Schutz vor Lebensmittelvergiftungen, Koliken, Durchfällen


Den Presskuchen, etwa einen Teelöffel voll, geben ich mit ins Futter. Anna frisst es ohne Probleme. Die Stückchen sind bekömmlicher als das Schwarzkümmelöl. Allerdings eher, weil das Öl schnell überdosiert wird, was bei den gepressten Stückchen nicht so schnell passiert.

Katzen dürfen Schwarzkümmel allerdings nicht bekommen, für die ist er toxisch.

In den letzten drei Jahren hatten wir nur 2-3 Zecken, ob's am Presskuchen liegt oder an der Kurzhaarigkeit meiner Anna? Ich glaube aber an die Wirkung und deshalb meine Empfehlung.


Fazit:

Jeder kann machen, was er für richtig hält. Allerdings sollte man das auch jedem zugestehen. Es gibt nicht „DIE“ ultimative Lösung gegen die ekeligen Biester. Was man also als Vorbeugung gibt, wird sich Frauchen oder Herrchen gut überlegt haben. Pro- und Contra-Diskussionen arten schnell in Verunglimpfung anders denkender aus. Es bringt da nicht viel, wenn man dann argumentiert, das man den oder den mit dem oder dem Hund kennt, bei dem Bernsteinketten jede Zecke verhindern. Da gibt es dann sofort die Gegenargumente, warum die Ketten völliger Quatsch sind usw. – schließlich kennt immer irgendjemand irgendjemanden bei dem irgendetwas irgendwie wirkt.

Ich denke, jeder muss die für ihn richtige Methode finden, evtl. auch durch ausprobieren. Und ein wenig Glauben gehört bestimmt auch dazu…


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