Willkommen im Hundeblog

Wenn Ihr kommentieren oder Beiträgen folgen möchtet, könnt Ihr Euch mit Eurer Mailadresse oder Eurem Facebook-Account für den Blog registrieren. Mit der Registrierung stimmt Ihr meinen Datenschutzrichtlinien/Privacy Policy und der Nutzungsbedingung/Terms of Use für den Blog zu. Beides könnt Ihr bei der Registrierung über Links einsehen.

Beiträge können Werbung enthalten. Diese wird in meinen Beiträgen durch den Hinweis Werbung oder bei Affiliate-Links durch ein * gekennzeichnet.

Für den Inhalt der Beiträge meiner Gastautoren sind diese eigenverantwortlichund ich übernehme keine Haftung. Und jetzt: Viel Spaß

Anzeige

  • Barbara

Shibis und Alenas Erfahrungen mit dem Thema „BARF“

Heute möchte ich Euch eine liebe Bekannte vorstellen, die bei mir als Gastautorin zum Thema Barf - Biologisch artgerechte Roh-Fütterung - schreibt:


Hallo, ich bin Alena, wohne in Dresden und bin seit vier Jahren stolze Besitzerin eines Shiba Inu aus dem Tierschutz. Wenn ich erzählen möchte, wie wir auf das BARFen gekommen sind, dann hängt das untrennbar mit der Herkunft unseres Hundes zusammen. Die ganze Geschichte dazu erfahrt Ihr hier.


Vor fünf Jahren begannen mein Freund und ich uns mit dem Thema „Hund“ zu beschäftigen. Ein Shiba Inu sollte es werden. Ein hübscher kleiner Hund, der seinen eigenen Kopf hat und oftmals gar nicht daran denkt einem immer gefallen zu wollen. Diese Herausforderung war genau unser Ding! Also begannen wir uns zu belesen, nahmen Kontakt zu Shiba Besitzern auf, besuchten einen Züchter. Am Ende hat es mit einem kleinen Welpen doch nicht so richtig klappen wollen und dann kam plötzlich alles anders als geplant.

Shibi trat in unser Leben. Er lebte in Dresden bei einer Frau im Tierschutz. Sie hatte eine Hundetagesstätte und eine eigene Cocker Spaniel Zucht, unterhielt aber auch einen Verein, über welchen sie sich um Hunde kümmerte, die kein Herrchen mehr hatten oder aus welchen Gründen auch immer ihre Hilfe benötigten. Shibi wurde bei ihr abgegeben, weil seine Besitzer überfordert mit ihm waren. Sie dachten, dass sie sich einen kleinen niedlichen Fuchs ins Haus holten, hatten die Rechnung aber ohne die Charaktereigenschaften dieser Rasse gemacht. Das wird leider sehr vielen Tieren immer wieder zum Verhängnis, da jeder Hund nicht nur niedlich ist, sondern auch einen speziellen Charakter hat, mit dem man sich vor der Anschaffung unbedingt beschäftigen sollte.


Seinen Namen bekam er übrigens bei der Frau im Verein, da er auf den Namen „Taiko“, welcher in seinen Papieren aufgeführt war, überhaupt nicht reagierte. Da er der einzige Shiba Inu in ihrem Verein und auch sonst ziemlich niedlich war, bekam er den Namen „Shibi“. Auf diesen hört er übrigens vorzüglich (wenn er möchte). ;-)

Shibi hatte schon einige Interessenten, wurde aber nach dem Gassigehen oder kurzen Aufenthalten bei den Leuten immer wieder zurückgebracht. Irgendwie hatte er den Menschen nicht genug „will to please“, was aber eigentlich jedem klar sein sollte, wenn er sich für diese Rasse entscheidet. Wir hatten daher die Möglichkeit ihn in aller Ruhe kennenzulernen. Oft waren wir auf den Elbwiesen gemeinsam mit ihm spazieren, durften ihn auch immer wieder ein paar Tage über Nacht mit nach Hause nehmen und entschieden uns nach einigen Monaten schließlich ihn ganz zu adoptieren.

Mit der Rasse Shiba Inu hatten wir uns bis dahin bereits gut beschäftigt, nicht aber mit dem Thema „Hundefutter“. Die Frau des Tierschutzvereins erzählte uns, dass all ihre Hunde geBARFt werden. Mit diesem Begriff konnten wir damals nicht so richtig etwas anfangen, also klärte sie uns auf.


Es handelt sich um eine Fütterungsart, bei welcher alle Zutaten roh gegeben werden. Fleisch, Knochen & Knorpel, Pansen, Gemüse usw., alles in einem entsprechenden Verhältnis zueinander. Das war für uns natürlich völliges Neuland, schließlich hatten wir uns damit noch nie beschäftigt. Um es uns einfach zu machen, gab uns Shibis Übergangsbesitzerin die ersten Male Fertigfutter mit. Doch damit begann im Prinzip ein kleines Drama. Jedes Mal wenn wir ihn hatten und nach einem Wochenende wieder zurückbrachten, lieferten wir ihn mit Durchfall ab. Dort war dann wieder alles okay, wenn wir ihn wieder hatten, bekam er wieder Durchfall.

Das ging ungefähr drei oder vier Mal so, dann klärte uns die Frau auf, dass er das Fertigfutter wahrscheinlich nicht verträgt. Er bekam bereits seit sie ihn hatte Rohfutter von ihr, wahrscheinlich war sein Magen mit dem industriell verarbeiteten Futter überfordert. Womöglich hatte er auch eine Allergie gegen einige Inhaltsstoffe, schließlich weiß man nie so richtig zu 100%, was in dem Futter wirklich drin ist. Also blieb uns nichts anderes übrig, als uns mit dem Thema BARF näher zu beschäftigen. Ich las einige Bücher und erstellte mir einen Futterplan.


Werbung - Das Futter kaufte die Frau beim BARF Online Shop Das Tierhotel und sie gab uns immer eine Wochenendration mit, wenn wir Shibi mitnahmen. Das Thema Durchfall hatte sich dadurch glücklicherweise erledigt und wir konnten aufatmen.

Als wir Shibi vor vier Jahren endgültig ein neues Zuhause schenkten, bezahlten wir eine Schutzgebühr für ihn und waren ab dann auch selbst für das Futter von Shibi verantwortlich. Da das Tierhotel nicht weit von Dresden entfernt ist, konnten wir das Fleisch immer online bestellen und dann in Dohna abholen gehen, so konnten wir uns die Versandkosten sparen.

Seit einiger Zeit gibt es auch einen richtigen BARF Laden in Dohna, wo man für seinen Hund im Prinzip wie in einem Supermarkt für Menschen einkaufen kann. Inklusive Frischetheke und allem was dazu gehört. Sogar seinen eigenen Hund darf man zum Einkaufen mitbringen. Wir erledigen das jedoch lieber allein, da Shibi von Autofahren leider nicht sehr viel hält.

Am Anfang habe ich mich immer noch streng an meinen selbst erstellten BARF Plan gehalten, mit der Zeit wurde ich sicherer, wog nicht mehr jedes Gramm ab und variierte bei den Rezepten auch immer mehr. Fleisch, Knochen, Pansen sowie Zusätze und Öle kaufe ich beim Tierhotel, das Gemüse püriere ich stets selbst frisch. Das macht nicht sehr viel Arbeit und ich kann im Prinzip täglich neu entscheiden, welches Obst und Gemüse ich Shibi an dem Tag gebe.


Teuer finde ich BARFen übrigens nicht, auch wenn das immer wieder von einigen behauptet wird. Wir kaufen ca. alle 6-8 Wochen im BARF Laden in Dohna ein, jedes Mal in etwa für 40 Euro. Der Kostenaufwand ist also sehr überschaubar und wäre mit industriellem Fertigfutter deutlich höher.

Für BARF Anfänger habe ich übrigens noch einen Tipp: Wer sich am Anfang unsicher ist bei der genauen Menge und der Zusammensetzung des Futters, der kann auch sogenanntes FertigBARF verwenden. Das ist gefrostetes BARF Futter, bei dem bereits alle benötigten Bestandteile enthalten sind. Hier müsst Ihr nichts mehr abwiegen oder hinzugeben. Einfach Auftauen, in den Napf tun und fertig. Solches Futter gibt es zum Beispiel bei JuniBARF, jeweils abgestimmt für Junior, erwachsene Hunde, Senior oder Allergiker. Das ist eine weitere Marke der Dogma-Tiernahrung GmbH, welche auch das Futter für das Tierhotel produziert. Was mir dabei besonders gut gefällt, ist die praktische Portionsware und, dass in der hauseigenen Manufaktur produziert wird.

Ich habe mir in den letzten Jahren auch schon einige andere BARF Shops angeschaut und viel mit anderen Hundebesitzern gesprochen. Eine Alternative zum Tierhotel ist für mich dabei aber nie in Frage gekommen. Bis jetzt habe ich noch keinen anderen Shop gesehen, der so eine riesige Auswahl zu einem solch guten Preis-Leistungs-Verhältnis führt wie Dogma. Wir werden der Marke daher weiter treu bleiben, schließlich verträgt unser kleiner Fuchs das auch sehr gut.

Im Nachhinein bin ich übrigens froh, dass wir in die Entscheidung zu BARFen quasi „gedrängt“ wurden. Über die Jahre habe ich viele Bücher zum Thema gelesen, auch von einigen Tierärzten und bin zu dem Entschluss gekommen, dass BARF die einzig richtige Fütterungsvariante für uns geworden ist. Nicht zuletzt, da Shibi von anderem Futter Durchfall bekommt, sondern vor allem, da ich es wirklich für gesund und absolut artgerecht halte.

#barf #ernährung #rohfütterung #hundefutter #hundeblog


288 Ansichten