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  • Barbara

Schnipp Schnapp .... ab ...

Ein Thema, welches zur Zeit und immer mal wieder in Hundegruppen heiß diskutiert wird.

Kastration beim Hund. Da werden Situationen dargestellt, die eine Kastration rechtfertigen sollen, Szenarien beschrieben, wo es ohne diese Verstümmelung nicht mehr funktioniert im Leben mit Hund usw.



Verstümmelung - genau - ich nennen es genau so! Für mich ist eine Kastration, wenn es keine medizinischen Gründe gibt, ein NoGo.

Bei medizinischen Gründen ist das natürlich etwas anderes. Ich musste meine erste Boerboelhündin im Alten von 6 Jahren kastrieren lassen, weil sie die Gebärmutter voller Zysten hatte, deswegen mehrmals im Jahr für 5-6 Wochen läufig wurde und die Tierärztin mir dringend dazu geraten hatte.

Auch ich habe in jungen Jahren, unbedarft wie ich da noch war, einen meiner Hunde kastrieren lassen, weil ich dachte, so wird er ruhiger, so gibt es weniger Probleme mit anderen Hunden. Pustekuchen, es hatte sich gar nichts verändert. Also lag das Problem nicht an den "Eiern", sondern an meinem falschen Umgang mit dem Hund - und er musste dafür leiden.

Mein Hundetrainer meinte damals: Du hast vielleicht jedes Jahr mal ein paar Tage, da spinnt dein Hund wegen seiner Hormone etwas. Lässt du ihn aber kastrieren, dann hat dein Hund das ganze Jahr Probleme von allen anderen Hunden als Hund wahrgenommen zu werden. Er ist dann nur noch Neutrum, deine Probleme können dann viel schlimmer werden.

Und eine Hündin kastrieren weil man das Tröpfeln von Blut leid ist? Ich habe in der Zeit immer einen Eimer mit frischen Wasser in Reichweite, der Teppich am Sofa wird weggeräumt und gut ist es. Man kann damit leben und umgehen, man hat sich ja für eine Hündin entschieden und wusste was da auf einen zukommt.



Zurück zu den Hundegruppen und den ganzen Diskussionen. Wenn ich dann sage, das Tierschutzgesetz verbietet eine Kastration an Wirbeltieren außer bei medizinischer Indikation oder unkontrollierter Vermehrung, dann werde ich als Lügnerin dargestellt, kleine Passagen, die das Gegenteil beweisen sollen, werden zitiert und aus dem Zusammenhang gerissen.

Ein großer Teil dieser Ausnahmen bezieht sich auf Nutztiere (auch da finde ich es nicht ok, aber dort ist es schon eher nötig). Und unkontrollierte Vermehrung? Das betrifft die tausenden wildlebenden Katzen, über die man keine Kontrolle hat. Wer seinen Hund hier in Deutschland nicht vor unkontrollierter Vermehrung bewahren kann, sollte überlegen, ob er überhaupt einen Hund halten sollte.

Noch extremer finde ich, wie es bei Rasse-Katzen sehr verbreitet ist, die frühkindliche Kastration, damit das verspielte und kindliche Wesen erhalten bleibt. Bei Menschen entstanden so früher die Kastraten, um die glockenreine Jungenstimme zu erhalten.



Sicher ist die Formulierung im Tierschutzgesetz schwammig zu verstehen - wenn man es denn will. Und auch das Argument: Aber die Tierärzte kastrieren doch wenn man fragt...

Klar, wenn ich überlege das die Kastration meiner 60 kg schweren Hündin vor 5 Jahren fast 500 Euro gekostet hat ... Und lange nicht jeder Tierarzt kastriert einfach so ...

Ich hab im Web nach Tierschutzgesetzt gesucht und viel gefunden. Einen Artikel einer Anwältin für Tierrecht/Hunderecht möchte ich Euch ans Herz legen. Ich habe mit ihr Kontakt aufgenommen und der Artikel ist immer noch aktuell und sie freut sich, wenn ich ihn verlinke. Dort ist alles sehr genau beschrieben, aber Sie verfällt nicht zu sehr ins "Beamtendeutsch" und die Informationen lassen sich gut lesen. Schaut mal hier: Susan Beaucamp - Rechtsanwältin


#kastration #tierschutzgesetz #läufigkeit #hundeblog