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  • Barbara

Mit Würde Abschied nehmen - Das Herz bricht auseinander ...

Aktualisiert: 6. März 2018

In den vielen Jahren, die ich nun mit Tieren lebe, musste ich bereits das ein oder andere Mal Abschied nehmen von meinen vierbeinigen Begleitern. Nicht immer durch Tod, manchmal war es eine gescheiterte Beziehung und das Tier blieb beim Ex, manchmal war es die Eifersucht meiner Katze auf meinen neugeborenen Sohn (da musste ich meine geliebte Katze in gute Hände geben).

Immer traurige Situationen, die Todesfälle waren dabei aber am schlimmsten.

Wir haben Paula mit ihrem Kuscheltier einäschern lassen


Wie geht man damit um? Unsere geliebten Weggefährten mit 4 Pfoten werden leider nicht so alt wie wir und begleiten uns nur eine relativ kurze Zeit unseres Lebens. Das ist uns schon bewusst, wenn wir uns für ein Tier entscheiden. Wir wissen da schon: irgendwann wird der Abschied kommen.

Was dann?

Ich habe mich bei meinen letzten beiden Tieren, die über die Regenbogenbrücke gegangen sind, für eine Einäscherung entschieden.

Vor 3 Jahren musste ich meinen Seelenhund Paula gehen lassen, ein Tag, der für mich einer der schwersten meines Lebens war. Paula wurde im Dezember plötzlich krank, die erschreckende Diagnose war dann Blutkrebs. Wir haben nicht mehr mit Chemo oder irgendeiner anderen Therapie angefangen, sondern nur noch mit schmerzlindernden Mitteln die Zeit des Abschieds für Paula leichter gemacht. Ich weiß noch genau, wie sie mich am 2. Januar morgens anschaute: ich wusste, sie möchte gehen. Abends kam dann die Tierärztin zu uns und Paula ist zwischen uns eingeschlafen. Selbst jetzt kommen mir noch die Tränen …

Ich hatte mich im Vorfeld schon erkundigt. Eine meiner Katzen hatte ich bereits einäschern lassen, der Ablauf war OK., aber eben nur OK. Ich wollte mehr für Paula.

Also habe ich mich an den Rosengarten gewandt. Wir waren schon zwischen den Feiertagen zu einem Gespräch vor Ort und haben uns ausführlich beraten lassen. Als es dann soweit war, brauchten wir nur kurz anrufen und ein Mitarbeiter kam zu uns. Was ich sehr schön fand, er brachte einen Korb mit, der mit rotem Samt ausgeschlagen war und eine rote Samtdecke, mit der Paula dann bedeckt wurde.

Ganz friedlich, als wenn sie schläft


Die Einäscherung fand dann ein paar Tage später statt. Wir hatten uns dafür entschieden, dabei zu sein. Im Krematorium wurde uns ein eigener Raum zugeteilt, in dem wir uns aufhalten konnten, und das während der ganzen Zeit. Paula war in einem kleinen Raum aufgebahrt, alles war sehr stilvoll und würdevoll eingerichtet. Blumen und Kerzen standen dort und Paula sah so friedlich aus, ganz als ob sie schlief. Vorher hatte ich etwas Angst gehabt, Paula zu berühren, ich hatte Angst, dass sie eiskalt sein würde und vielleicht auch etwas unangenehm riechen würde. Aber es war alles ok. Ich konnte sie streicheln und ihr einen Kuss geben und es war nicht unangenehm. Das alles hat mir sehr geholfen, mit meiner Trauer klar zu kommen. Wir haben uns dann auch angeschaut, wie sie ins Feuer geschoben wurde. Das liegt nicht jedem, mir war es aber wichtig. Die Einäscherung bei solch einem großen Hund dauert 2–3 Stunden. Aber wir hatten ja unseren Raum, wo wir in Ruhe warten konnten. Getränke und Kaffee inklusive. In der Zeit habe ich mir eine wunderschöne Urne für Paulas Asche ausgesucht und außerdem ein kleines Aschemedaillon, das ich seit dem Tag immer um den Hals trage.

Paulas Urne steht jetzt im Hausflur und bewacht unseren Eingang


Der Rosengarten hat diesen ganzen Ablauf für uns wirklich sehr sehr würdevoll gemacht. Ich kann ihn nur weiterempfehlen. Wer nicht zum Krematorium fahren möchte, kann die Urne auch vorher aussuchen und dann später im Rosengarten abholen oder sie sich bringen lassen.

Mein Aschemedaillon


Was aber, wenn man gegen eine Einäscherung ist?


Unseren toten Freund in den Hausmüll? Für mich auf keinen Fall eine Option! Aber bei kleineren Tieren ist das sogar erlaubt. Natürlich nicht bei Hunden oder Katzen. Das ist nach dem Tierkörperbeseitigungsgesetz verboten. Auch verboten ist es, die Leiche des Tieres im Wald zu vergraben. Aber was ist mit dem eigenen Garten? Solch eine Bestattung ist bei kleineren Tieren legal, bei größeren braucht man aber die Erlaubnis des zuständigen Veterinäramtes. Trotzdem gibt es auch hier noch einige Regeln, an die man sich halten muss

„Wer sein Tier auf eigenem Grund und Boden bestatten will, muss sich an einige Regeln halten“, erklärt der Tierrechtsexperte Andreas Ackenheil. „Das Grab darf sich zum Beispiel nicht auf einem Grundstück befinden, das zu einem Wasser- oder Naturschutzgebiet gehört. Denn die Leichengifte könnten Gewässer oder Böden verschmutzen.“ Eine weitere gesetzliche Vorgabe sei, dass die letzte Ruhestätte des Tieres ein bis zwei Meter von öffentlichen Wegen entfernt sein müsse.

Darüber hinaus muss man die Leiche des Tieres mindestens einen halben Meter tief eingraben und mit viel Erde bedecken. Liegt nämlich nicht genügend Erde auf der Leiche, besteht die Gefahr, dass andere Tiere sie entdecken und ihn ausgraben.

Man muss auch darauf achten, dass man die Leiche des Tieres vor der Bestattung in Material wickelt, das leicht verrottet. Dafür eignen sich Wolldecken, Zeitungen oder Handtücher. Dann gibt es noch die Möglichkeit der Tierkörperbeseitigungsanlage, auch das ist für mich keine Alternative, den Tierfriedhof oder gar Ausstopfung (da schüttelt es mich). Eine wirklich gute Übersicht findet Ihr hier (auch das obige Zitat ist von dort).


Auf jeden Fall wünsche ich Euch viel Kraft, wenn Ihr in die Situation kommt, von Eurem Liebling Abschied nehmen zu müssen.



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