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  • Barbara

Können Hunde eifersüchtig werden?



Ihr kennt das Gefühl bestimmt – der eine mehr, der eine weniger. Auch ich bin nicht davon frei: Eifersucht!


Ein unschönes Gefühl, das so alt ist wie der Mensch selber. Eifersucht ist ein großes Gefühl und hat viel mit Verlustangst zu tun. Jemand, der einem etwas bedeutet, wendet sich vielleicht einem andern zu? Man könnte „seine“ Person verlieren. Also ein sehr menschliches komplexes Gefühl.

Aber können Hunde solche komplexen menschlichen Gefühle auch empfingen? Die meisten von Euch werden jetzt sagen: Ja, auf jeden Fall.


Hund und Katze, auch da kann Eifersucht im Spiel sein.

Und ich selber beobachte das bei meinen Tieren auch immer wieder. Sitze ich z. B. mit einer meiner Katzen auf dem Sofa, kommt auch kurze Zeit später mein Hund Anna dazu. Sie stupst die Katze und schiebt sie richtig mit dem Kopf zu Seite (Anna kann froh sein, das meine Katze so entspannt ist, sonst hätte sie des Öfteren eine zerkratzte Nase). Auch meine Katzen untereinander zeigen diese Reaktionen der Eifersucht. Wenn die eine gestreichelt wird, ist auch die andere schnell dabei. Früher hieß es immer, ein Hund sei zu solch einer komplexen Emotion nicht fähig. Jetzt gibt es eine Studie von zwei kalifornischen Wissenschaftlerinnen: Auch Hunde können eifersüchtig werden und dies durch auffälliges oder aggressives Verhalten zeigen!

Der ausgestopfte Rivale In der Studie von Christine Harris und Caroline Prouvost von der Universität San Diego wurde den Hunden eine Attrappe in Form eines ausgestopften Hundes präsentiert. Diese Hundeattrappe konnte per Knopfdruck wedeln, bellen und jaulen. Wenn sich also Frauchen oder Herrchen jetzt mit der Attrappe beschäftigten zeigten die Hunde Reaktion in Form von Eifersucht. Wie bei Anna, meiner Katze und mir versuchten die Hunde sich zwischen Attrappe und Bezugsperson zu drängen, einige der Hunde schnappten sogar nach dem ausgestopften Hund! Es gab natürlich Vergleichsgruppen, dort wurde die Attrappe durch einen Eimer oder ein melodiespielendes Buch ersetzt. Dort zeigten die Fellnasen viel seltener eifersüchtige Reaktionen. Das Fazit der Forscherinnen: Wenn ein anderer Hund bevorzugt wird, leiden Hunde. (Zur Studie Jealousy in Dogs) Die beiden Forscherinnen kamen zu dem Schluss, dass Eifersucht viel grundlegender ist als angenommen. Weil die Hunde zwischen den Rivalen und ihren Menschen gingen sprechen sie von einer primordial jealousy, also einer ursprünglichen, primitiven Eifersucht.

Wie entsteht Eifersucht? Der Hund hat sein gewohntes Umfeld. Plötzlich ändert sich etwas, er fühlt sich irritiert und bedrängt. Kleine Situationen klären sich schnell, etwa wenn man beim Spaziergang jemanden mit Hund trifft und dann diesen Hund Aufmerksamkeit entgegenbringt, dort begreift unser Hund schnell, dass kein Grund zu Eifersucht besteht.


Paula und Anna

Aber was, wenn ein neuer Hund zur Familie dazukommt? Dein Ersthund fühlt sich in seiner Position bedrängt. Etwas, das vorher er bekam, bekommt nun ein anderer, sei es Futter, Spielzeug oder Aufmerksamkeit. Und das kann zu echten Problemen werden. Denn als Konkurrent gilt dann nicht nur ein neuer Hund, sondern auch ein neuer Partner oder ein Kind.

Was nun? Hunde sind soziale Wesen, wenn Ihr „Rudel/Familie“ klar strukturiert ist, kommen sie auch mit dem Gefühl der Eifersucht klar. Da bist Du jetzt gefordert. Auch Hunde sind im Wesen und Charakter individuell, deshalb wird es im Rudel/Familie auch unterschiedliche Rollen geben. Das kann bei neuen Familienmitglieder ganz harmonisch sein, wenn ein Hund den Anführer gibt und der oder die anderen ganz froh darüber sind, geleitet zu werden. Es kann aber auch Konfrontationen über die Rangordnung gehen. Die Hunde werden austesten, wer später das „Sagen“ hat. Und das müssen sie auch, damit das Rudel/Familienleben später harmonisch werden kann. Also kein Mitleid mit dem vermeintlich schwächeren, denn das würde ihm mehr Aufmerksamkeit geben und die Eifersucht noch schüren. Es wird Zickereien geben, aber in der Regel gewöhnen sich die Hunde schnell aneinander. Wenn's mal zu heftig wird, sorge für Entspannung, stelle z. B. die Futternäpfe in unterschiedliche Räume oder schicke den „dominanteren“ Hund in eine Auszeit. Aber alles ganz klar und bestimmt, als wenn es Deine normale Handlung ist. Wenn es also Streit gibt, der auszuarten droht, beende die Situation und dann machst Du einfach mit Deinem normalen Tagesablauf weiter. Gib dem Streit keine Macht durch zuviel Aufmerksamkeit. Beobachte Deine Hunde. Wenn du erkannt hast, wer das Sagen hat, unterstütze die neue Rangordnung. Du kennst Deine Hunde und genauso wirst Du auch erkennen, wie Du die Hunde leiten kannst.

Eifersucht aufs Kind Kommt ein neugeborenes Kind ins Haus, muss der Hund zurückstecken. Ein Patentrezept, um Eifersucht zu vermeiden, gibt es leider nicht. Viele Hunde nehmen das Ganze auch gelassen und akzeptieren das Baby direkt als neues Rudelmitglied.

Hund und Baby - Aber Dein Hund sollte nie alleine mit dem Kinde sein! Bild: Pixabay
Das Wichtigste: Hund und Kind sollten nie allein bleiben!

Der Hund sieht ein Baby vielleicht anfangs nicht als Familienmitglied, sondern als Konkurrenten oder Bedrohung. Er muss sich erst daran gewöhnen, dass dieser kleine Mensch sich noch ganz anders verhält als die großen Menschen, deren Verhalten er besser einschätzen kann. Gib Deinem Hund das Gefühl, dass das Baby ihn nicht von seinem Platz verdrängt. Sorge für positive Erlebnis mit Kind und Hund – ein gemeinsamer Spaziergang, Spielen und Kuscheln, zeige ihm, dass das Baby keine Konkurrenz ist. Natürlich ist das schwer, weil gerade in der ersten Zeit Dein Baby viel Aufmerksamkeit braucht, aber vergesse Deinen Hund dabei nicht.

Wenn das Kind dann anfängt zu krabbeln und zu laufen musst Du natürlich auch Deinen Hund schützen. Kinder kneifen, piken und bedrängen gerne, also pass auf und stelle sicher, das Dein Hund auch Rückzugsmöglichkeiten hat! Und sobald das Kinde Verständnis dafür aufbringen kann, erstelle klare Regeln für den Umgang mit dem Hund. Sei da konsequent, und Eifersucht wird kein Problem sein und Kind und Hund die besten Spielkameraden.


Zwei die sich lieben und toll miteinander spielen können. Bild: Pixabay

Versuche, Dich in Deinen Hund hineinzuversetzen, um sein Verhalten zu verstehen, und gib ihm klare Regeln. Weiß der Hund, wo sein Platz ist und wo seine Grenzen, kann er sich entspannen und braucht weder Verlustangst noch Höhenflüge zu haben.

Bilder: Privat, Pixabay


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