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  • Barbara

Die Kampfhunde auf dem Podest - mein Statement


Pitbulls gehören zu den Listenhunden. Aber Pitbulls sind auch bekannt dafür, besonders menschenfreundlich zu sein.

Gerade aktuell geht es wieder durch sämtliche sozialen Medien, wird in jeder Hundegruppe erregt diskutiert: Listenhunde - Kampfhund - Rasselisten.

Ausgelöst durch den Fall des Staffordshire-Terrier-Mischling Chico, der sein Herrchen und dessen Mutter getötet hat.

Da werden Szenarien entwickelt, warum der Hund gar nicht der Täter sein kann aufgrund der Videos und Bilder, die den Hund nach der Tat zeigen:

Der kann doch gar nicht gebissen haben, der hat ja kein Blut am Fell oder an der Schnautze

Bullshit! Wenn meine Anna, die ein ähnliches Fell besitzt, an Schnautze und Fell dreckig ist, dauert es auch nicht lange, und man kann nichts mehr sehen. Warum müssen da jetzt erst krude Verschwörungstheorien entwickelt werden, wenn der Obduktionsbericht eindeutig ist? Fehlt nur noch ein Bild von einem jungen Araber mit der Bildunterschrift:

Das ist Chico, sieht so ein Hund aus? Die wollen uns nur veräppeln, die Polizei verschleiert die Tatsachen, Merkel muss weg...

und schon verbreitet sich das viral über Facebook und Co. durch ganz Deutschland.

Ich bin es so leid!


Boerboel Anna. Boerboels stehen grundsätzlich nicht auf der Rasseliste. Aber es gibt Ausnahmen.

Verseht mich nicht falsch! Ich liebe Hunde und gerade auch die bulligen Rassen! Sonst hätte ich keinen Boerboel. Auch Pitbulls und Co finde ich einfach nur klasse. Und ich bin absolut gegen die Rasselisten! Das ist der falsche Ansatz! Man müsste von jeden Halter jeder Rasse mehr verlangen, bevor man sich einen Hund anschaffen darf: Nachweis des Besuchs einer Hundeschule - wenigstens für ein Grundtraining, Versicherung, Chip, ab einer bestimmten Größe Führungszeugnis. Und dann auch mehr Kontrollen.


Und ich bin auch der Meinung, dass diese Rassen nicht potenziell gefährlich sind. Aber seien wir doch mal ehrlich, wenn dann etwas passiert, ist es ein riesen Unterschied, ob ein Dackel beißt oder z.B. meine Anna. Ich weiß das und führe meinen Hund deshalb verantwortungsvoll, habe viele viele Stunden in der Hundeschule verbracht und kann sagen, ich habe Anna (auch mit zusätzlicher Hilfe eines Haltis) sehr gut unter Kontrolle.

Aber was da jetzt gerade passiert, da werden "Kampfhunde" auf Podeste gehoben, ihnen wird unterstellt, völlig ungerechtfertigt verurteilt zu werden. Das stimmt so aber nur teilweise. Unsere sogenannten "Listenhunde" sind aufgrund ihrer Größe und Kraft und auch durch ihre jahrhundertelange genetische Vorprogrammierung anders gestrickt als manch eine andere Rasse. DAS IST SO!!! Und wer das nicht akzeptieren kann, hat Hunde nicht verstanden.



Kein Hund gehört auf eine Liste, kein Hund gehört vorverurteilt, aber jeder Hund muss aufgrund seiner Persönlichkeit gehalten und gearbeitet werden.

Was passiert heute in unserer Gesellschaft, wenn ein Hund ausrastet? Da werden sofort Gründe gesucht, die im Versagen der Halter liegen. Und das stimmt zum großen Teil auch meistens. Aber wenn es dann ausartet und Petitionen geschrieben werden, um das Tier vorm einschläfern zu schützen, die Halter verteufelt werden, ohne die Hintergründe zu kennen, dann läuft doch was falsch in unserer Welt.

Ich freue mich auch, wenn Chico nicht eingeschläfert wird, aber was für ein Leben erwartet den Hund jetzt? Und wo ist das Mitleid mit den Opfern und deren Angehörigen? Eine Petition für einen Hund, der getötet hat, auch wenn er vielleicht nichts dafür konnte? Er hat getötet - verdammt nochmal! Da gibt es viel mehr Elend in dieser Welt, das Petitionen rechtfertigt!

Ich habe auch noch einen interessanten und lesenswerten Artikel zum Thema gefunden:

tierarzt-rueckert.de/blog


Und Leute, das hier ist meine eigene persönliche Meinung. Und natürlich habt Ihr das Recht, eine andere zu haben. Ich will jetzt auch keine unendlichen Diskussionen auslösen, ich wollte mir nur mal was von der Seele reden...


#kampfhund #hundtötet #beissvorfall #gefährlichehunde #listenhund

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