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  • Barbara

Die Macht der Rituale

und warum Rituale so wichtig für uns sind


Das kennt Ihr bestimmt, im Alltag mit Eurem Hund habt Ihr bestimmte Rituale integriert.

Bei uns ist das z. B. ein „Schuhritual“. Wenn ich meine „Hunde“-Schuhe von einem bestimmten Platz hole und mich im Flur auf die Treppe setze weiß Anna: es geht raus. Wenn ich andere Schuhe hole, dann bleibt sie einfach liegen. Erst die Kombination von „Hunde“-Schuhe/bestimmter Platz/Schuhanziehen, die macht es.

Ein Ritual.



Ein anderes bei uns sehr beliebtes Ritual ist das „Ins-Bett-bringen“. Wenn wir schlafen gehen, bleibt Anna so lange vor Ihrer Box stehen, bis ich ihre Decke darin aufgeschüttelt habe und ihr „Gute Nacht“ wünsche. Ganz egal, ob die Decke schon ordentlich liegt, sie muss aufgeschüttelt werden, sonst legt Anna sich davor. Aber nur abends, den Tag über ist ihr das egal. Da legt sie sich auch auf ihre total zerknüllte Decke. Und das sind nur zwei Beispiele für unsere Rituale.

Was also sind Rituale? Die gibt es ja nicht nur im Umgang mit dem Hund. Auch wir selber lernen von klein auf, damit zu leben. Rituale geben uns Sicherheit. Wenn wir als Kind jeden Abend von Mama zugedeckt werden, fühlen wir uns geborgen. Wenn der Kollege uns morgens auch eine Tasse Kaffee mitbringt, fühlen wir uns anerkannt.

Wenn wir im Advent jeden Tag ein Türchen am Kalender öffnen haben wir die Sicherheit, Weihnachten kommt, und zwar am Tag des letzten Türchens. Alles lieb gewordene Rituale.

Morgens erst die Kaffeemaschine einschalten, dann das Brot schmieren, Zeitung lesen, Zähne putzen. Jeder hat seine Rituale, seinen Rhythmus. Und wird der gestört, kommt Stress auf. Wenn ich mich z. B. verschlafe, ist der ganze Tag „im Eimer“. Gerade morgens brauche ich meine Ruhe und meine Rituale, damit ich den Tag begrüßen kann.

Rituale geben uns das Gefühl, mehr Kontrolle über unser Leben zu haben. Handlungsabläufe werden erkennbar.



Rituale erleichtern das Zusammenleben


Rituale helfen, mit starken Gefühlen klar zu kommen. Bei Beerdigungen hilft der gewohnte Ablauf der Trauerfeierlichkeiten, alles zu überstehen. Abschiedsfeiern helfen, mit dem Übergang in neue Lebenssituationen fertig zu werden.

„Rituale erleichtern das Zusammenleben. Sie vertreten Handlungen und Emotionen, die sich nur schwer in Worte fassen lassen.“ Eine Gesellschaft ohne Rituale – das wäre Chaos,

sagt der evangelische Theologe Klaus Dirschauer, der zu diesem Thema ein Buch geschrieben hat.



Rituale helfen auch unseren Hunden


Wenn Ihr Rituale im Umgang mit Euren Fellnasen entwickelt, dann bietet Ihr Ihnen Sicherheit. Ein Ritual wäre da schon, wenn der Hund alleine bleiben muss, bekommt er immer ein bestimmtes Leckerchen, oder ein bestimmtes Spielzeug wird ihm auf seinen Platz gelegt. Vielleicht wird er mit immer denselben Worten verabschiedet. Er lernt dann, OK, ich muss jetzt alleine bleiben, aber Frauchen und Herrchen sind bald wieder da, es ist alles in Ordnung. Weil, das ist ja immer so, wenn ich mein Spielzeug im Flur bekommen, gehen sie weg, aber sie kommen auch wieder.



Wenn ich von der Arbeit komme, dann ist Anna natürlich erstmal aufgeregt. Ich ziehe meine Jacke aus, lege die Tasche weg, gehe in die Küche und mache mir eine große Tasse Kaffee. Dann setzte ich mich auf meinen Platz auf dem Sofa. Erst wenn ich das alles gemacht habe, wird Anna ruhig und hüpft aufs Sofa und kuschelt sich an. Und glaubt mir, aus meinem Hund kommt dann ein tiefer Seufzer und sie kommt zur Ruhe. Da ist unser Ritual fürs schmusen und relaxen. Und wenn ich dort nicht mit meinem Kaffee sitzen würde, würde sie auch nicht aufs Sofa hüpfen. Nicht nur der Hund bekommt so seine Ruhe und Sicherheit, auch für mich bedeutet es genau das: Ruhe und Sicherheit – Geborgenheit. Und ich liebe diese vielen kleinen Rituale unseres täglichen Lebens.

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