Willkommen im Hundeblog

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  • Barbara

Auf den Hund gekommen - oder: Ach, ist der süüüß...


Der Gedanke zu diesem Post für den Hundeblog kam mir heute Morgen, als ich in den Kalender schaute. Meine Anna ist heute vor 4 Jahren zu uns gekommen – Moment, das stimmt so nicht, nicht sie ist gekommen, wir haben sie geholt.

Und ja, ich habe diesen Tag im Kalender stehen und bin sicher, dass viele von Euch solche Tage auch vermerkt haben. Man erinnert sich halt gerne…

Und das bringt mich auch zum eigentlichen Thema dieses Artikels: Auf den Hund gekommen.

Was passiert, wenn man sich entscheidet: „Wir wollen einen Hund“? Bei mir waren es im Laufe meines Lebens mit Hund verschiedene Auslöser.

  • Als ich noch sehr jung und dumm war, hab ich im Fernsehen einen Film mit einem Bobtail gesehen und dann wollte ich auch unbedingt einen Bobtail (könnt ihr Euch noch an die Zeit erinnern, wo der Film „Ein Hund namens Beethoven“ so populär war? Plötzlich gab es ganz viele Bernhardiner. Ich hatte mich natürlich vorher auch nicht über die Rasse und die Freuden und Problem einer Haltung von großen Hunden informiert. Ich wollte und ich bekam. Nur am Rand: es war damals noch nicht die Zeit und die Lebenssituation für mich, solch einen großen Hund zu halten. Fazit: Hunde nach Fernsehsendungen aussuchen? Geht gar nicht!

Anna an dem Tag, als wir sie geholt haben. Ist sie nicht goldig?

  • Die nächste Situation kennen bestimmt auch viele von Euch. Es war ein schöner Tag. Mein Sohn, mein damaliger Lebensgefährte und ich waren auf dem Weg zum einem kleinen Kunstmarkt im Nachbarsdorf. Die Bauern stellten ihre Wiesen als Parkplatz zur Verfügung und über den Hof kam man dann zu den Ständen. Und auf dem Weg schaute mein Sohn, 10 Jahre alt, in die Scheune und rief: Mama, sieh mal, da sind kleine Hunde. Und da waren sie dann, einer süßer als der andere, große Welpenaugen schauten uns an. Tapsige Pfoten kamen auf uns zu: Wer kann da schon widerstehen? Mein Kind bettelte, ich bettelte und mein Freund sagte dann: ok. Er war ja in der Unterzahl ;-) Man sagte uns damals: Mischung aus Labrador und kleinem Münsterländer. Ok Labrador kannte ich, sind ja liebe Familienhunde. Und Münsterländer? Sind ja nicht so groß. Pustekuchen: Tarzan (den Namen hat mein Sohn ausgesucht – sorry) wurde größer und größer. Und die Mutter war, wie wir später erfuhren, ein Flat-Retriever-Labrador, eine Rasse, die für die Jagd gezüchtet werden. Und der Münsterländer war, wie meine Tierärztin später meinte, wohl eher ein Deutsch Langhaar, also auch Jagdhund. Es kam also wie es kommen musste: wir konnten ihn ab dem Alter von 1 Jahr nicht mehr von der Leine lassen. Trotzdem war er schon ein toller Hund. Aber eigentlich auch wieder kein Hund für mich.

  • Diesmal wollte ich alles richtig machen. Ich kannte von einer Freundin seit Jahren Rottweiler und fand die toll. Diese Rasse passte zu mir, ich mochte das bollerige, den Charakter, einfach alles. Aber Rottweiler stehen in NRW auf der Liste, also was tun. Ich fragte Google um Rat und suchte nach einer ähnlichen Rasse. Und kam auf Boerboels. 2006 in Deutschland noch fast unbekannt. Ich las alles, was ich an Information zu Rasse bekommen konnte. Und dann suchte ich nach Züchtern. Da gab es 2006 noch nicht viele. Ich fand dann einen, der „nur“ 250 km weit weg wohnte. Dort konnte ich dann auch beide Elterntiere begutachten. Ich war begeistert. Das war meine Rasse. Und so zog meine Boerboelhündin Paula bei mir ein. Mein Seelenhund.

Ich finde Rottweiler klasse, aber die stehen in meinem Bundesland auf der Liste


Aber jetzt wieder zu Anna. Da habe ich auch ganz bewusst gesucht. Ich habe mich über Züchter informiert, mir Verpaarungen angeschaut und mir Tipps von befreundeten Züchtern geholt. Bei einem Züchter in Holland wurden wir fündig. Auch dort sind wir hingefahren und haben Annas Eltern kennengelernt und waren von denen begeistert. Und so haben wir Anna vor 4 Jahren nach Hause geholt.


Wenn Ihr also noch auf der Suche nach Eurem Hund seit bitte ich Euch: Macht keine Spontankäufe! Solche Entscheidungen lassen die Tierheime voll werden. Informiert Euch vorher über die Rassen und ihre Eigenschaften. Auch bei Mixen könnt Ihr Fragen, was die Elterntiere waren. Schaut Euch die Welpen vorher an und besucht sie, wenn das möglich ist, einige Male. Auch die Elterntiere, vor allem die Mutter, sollte Euch gegenüber offen sein. Eine Hundemutter, die Euch beißen will oder verängstigt in der Ecke sitzt: wie wird die ihre Welpen prägen? Zum Thema ob Welpen mit Papiere oder nicht werde ich Euch in einem anderen Artikel noch genauer informieren.

So sieht Boerboel Anna heute aus...


Und dann gibt es da ja noch die Variante: Hund aus dem Tierheim. Finde ich toll, absolut! Aber auch dort solltet ihr nicht einfach auf traurige Augen hereinfallen. Fragt nach dem Charakter des Hundes, wie macht er sich da im Tierheim? Fahrt einige Male vorbei, lernt ihn kennen, geht mit ihm spazieren. Es nutzt keinem, am wenigsten dem Hund, wenn er nach wenigen Monaten wieder zum Heim zurückgebracht wird.

Tierheimhunde sind eine Herausforderung. Ich habe eine liebe Freundin, die sich einen Boerboel aus dem Tierheim holte. Die Entscheidung hat sie sich nicht leicht gemacht. Wochenlang haben sie den Hund besucht. Viel Arbeit war auch später noch nötig und auch viel Geduld. Einfach ist das nicht gewesen. Aber sie hat sich bewusst dafür entschieden mit dem Wissen, was auf sie zukommt. Hut ab!

Wenn Ihr von meinem ganzen Geschreibsel jetzt etwas beherzigt und den richtigen Hund für Euch findet, hat sich meine Arbeit hier im Hundeblog gelohnt. Schreibt mir doch einfach, gerne mit Fotos, und ich werde eine Galerie einrichten mit Euren Hunden.

Ach ja, in meiner Galerie gibt es ein neues Video, bei dem meine Paula zum ersten Mal auf Anna trifft. Schaut es Euch an!


Wie seid ihr zum Hund gekommen? Plant Ihr vielleicht gerade, einen Hund anzuschaffen?

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