Willkommen im Hundeblog

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  • Barbara

Anna blutet – und nervt dabei!

Es ist mal wieder soweit, meine Boerboelhündin Anna ist läufig. Zweimal im Jahr und zeitlich immer sehr exakt zu den gleichen Terminen. Ich kenn das ja schon, wenn‘s hinten anschwillt und Madame besonders anhänglich wird, dann kann ich den Teppich aus dem Wohnzimmer rollen und den Wischeimer bereit machen.

Höschen? Nicht für Anna – das hat sie mir schnell klargemacht. Nach etlichen erfolgreichen Versuchen habe ich das Thema aufgegeben – ich wische lieber. Auf dem Sofa liegt eine alte Decke (ja, mein Hund darf aufs Sofa) und sonst haben wir fast überall nur Fliesen. Also – geht schon …

Was nerviger ist: Anna wird noch zickiger. Bellt meine Terrorzicke eh schon jeden Hund an, wenn wir im Auto vorbeifahren, dann ist es jetzt auch – der Fahrradfahrer, der Briefträger, das Kind mit dem Roller, das Pferd, den Baum, die Mülltonne und eigentlich auch den Rest der Welt.

Na ja, seien wir ehrlich, wir Frauen können auch zickig werden in dieser Zeit!

Gut, denke ich mir, das geht auch vorbei. Was mir mehr Sorgen macht, Anna ist anfällig für Scheinschwangerschaften. Habt Ihr das auch schon erlebt, wenn Eure Hündinnen anfangen, ihr Spielzeug zu horten oder fiepend damit durch die Räume tigern? Oder wenn sie zum 100sten Mal vor der Tür stehen, leise weinend und dich mit traurigen Augen ansehen, dann aber einfach abdrehen wenn du die Tür öffnest und zur nächsten Tür gehen … Stimmt, nervig!


Was passiert da eigentlich bei Hündinnen?


Zuerst: Läufigkeit und Scheinträchtigkeit sind keine Krankheiten. Leider glauben immer noch viele Frauchen und Herrchen, dass die Läufigkeit einer Hündin und die anschließende Scheinträchtigkeit etwas „Anormales“ sei. Das ist natürlich Quatsch. Zwischen dem 6. Und 12. Monat setzt bei einer gesunden Hündin die erste Läufigkeit ein. Wenn Deine Kleine jedoch erst mit 18 Monaten das erste Mal blutet, ist das keineswegs schlimm, auch in der Hundewelt gibt es Spätzünder. Du merkst manchmal schon ein paar Tage vorher, wann es losgeht. Manche Hündinnen beginnen meist instinktiv zu markieren. Die Veränderung im Körper kann leichtem Stress auslösen, vermehrtes Kuscheln ist möglich.


Die 1. Phase: wird auch Vorbrunst genannt. Die Hündin hat blutigen Ausfluss. Großes Interesse bei den Rüden, doch die Hündin reagiert zickig und mit Bellen oder Beißen. Das dauert im Durchschnitt 9-17 Tage Die 2. Phase (die Brunst). Der Scheidenausfluss wässriger. Jetzt beginnt die „Hitze“ der Hündin. Jetzt solltet Ihr Madame unbedingt an der Leine führen, damit sie nicht ausbüchst, um nette Herren zu finden, die sie beglücken könnten. Du erkennst den Beginn der sogenannten „Stehtage“ daran, dass bei der Annäherung eines Rüden sich die Rute der Hündin zur Seite dreht. Das Verhalten der Hündinnen ist in der ersten und zweiten Phase sehr unterschiedlich. Die Einen vergessen ihre gute Erziehung, lassen sich nicht mehr abrufen und laufen weg, während die Anderen sehr anhänglich und verschmust werden. Sie schlafen mehr und wirken faul oder melancholisch. Einige wenige Hündinnen sind ruhe- und rastlos, wechseln permanent den Liegeplatz und eine weitere Gruppe lässt sich die Läufigkeit nicht mal anmerken und verhält sich, als wenn nichts wäre. 3. Phase (Nachbrunst). Die Läufigkeit ist kaum noch sichtbar. Aber durch hormonelle Veränderungen im Körper Deiner Hündin kann sich ihr Verhalten verändern. Progesteron heißt das Wort, ein Hormon, welches die Hündin im Falle einer Deckung benötigt, damit der Embryo sich einnisten kann. Auch bei nicht gedeckten Hündinnen wird dieses Hormon produziert und deshalb kann es nach 60 Tagen (zum eigentlichen Zeitpunkt des Wurfes) zu den Symptomen einer Scheinträchtigkeit kommen.

Wie kannst Du Madame jetzt helfen?

Spielzeug raus und Kuscheltiere aus dem Blickfeld, um zu vermeiden, das Madame das als Kind ansieht. Und lass sie keine Höhlen oder Nester bauen. Verhindere, dass sie sich am Gesäuge leckt , denn dadurch wird unerwünschter Milcheinschuss produziert.


Vorbeugend kannst Du Himbeerblätter, frisch oder getrocknet, ab dem ersten Tag der Läufigkeit mit ins Futter tun. Himbeerblätter wirken reinigend und durchblutungsfördernd und helfen dem Körper, sich nach der Läufigkeit schneller zu regenerieren. Sie beugen zudem einer Gebärmutterentzündung einige Wochen nach der Läufigkeit vor. Bachblüten und Globuli können Deine Hündin ebenfalls unterstützen. Aber Achtung: Bitte nicht wahllos geben. Du solltest Dir von einem Heilpraktiker eine Mischung auf deine Hündin abgestimmt, geben lassen.

Tipps

  • Höschen sollten vermieden werden, damit Madame lernt, sich selber sauber zu halten. Außerdem bieten die Höschen einen Nährboden für Bakterien. Eine alte Decke auf dem Liegeplatz tuts auch.

  • Vermeidet in der Zeit der Hitze Tümpeln oder Seen. Da besteht die Gefahr von unschönen Infektionen.

  • Wenn Madame nach rund 9-10 Wochen nach der Läufigkeit noch Ausfluss sollte ein Tierarzt aufgesucht werden. Verdacht einer Gebärmutterentzündung.

  • Rund 3 Monate nach der Läufigkeit verlieren viele Hunde eine Menge Unterwolle. Kein Grund zur Sorge, das ist völlig normal.

Und sonst? Gelassen ran gehen. Wir Frauen kommen damit jeden Monat klar, da wird unsere Hündin das zweimal im Jahr auch können.


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